Regionalmeisterschaften 2026
Die Turnfestsaison 2026 steht schon von ihrem Beginn unter einem schlechten Stern, Turnfestmangel war das dominierende Thema im Ausblick auf dieses Jahr. Aufgrund zu wenig Organisatoren und dementsprechend zu vielen Anmeldungen werden wir dieses Jahr ausser der RMS in Wildberg an keinem weiteren Turnfest starten. Somit kommt den Regionalmeisterschaften bei unserem Nachbarn vom TV Schalchen-Wildberg noch mehr Bedeutung zu. Die Vorbereitungen auf diesen Wettkampf laufen nun schon eine Weile, in den Trainings wird fleissig geübt und geschliffen damit bei der RMS gute Leistungen abgerufen werden können.
Am Samstagmorgen von 6. Juni 2026 trafen sich die Aktiven sehr früh am Bahnhof Turbenthal, um 06:00 Uhr um genau zu sein. Mit dem Shuttlebus ging es nach Wildberg, wo uns ein schönes aber noch leeres Wettkampfs- und Festgelände erwartete. Bevor es um 07:10 Uhr zum Einwärmen und Dehnen ging, wurden noch Frisuren gemacht oder ein Kaffee geschlürft. Nach dem gemeinsamen Einwärmen ging es für die Aktiven auch gleich los mit dem Wettkampf, die ersten zwei Disziplinen waren Schleuderball und Weitsprung. Den meisten gelang ein guter Start in den Wettkampf, mehrere weite Sprünge im Weitsprung und viele weite Würfe im Schleuderball durften wir bejubeln. Im Weitsprung resultierte die Note 8.96 und im Schleuderball die Note 9.26, der Start in den Wettkampf war somit geglückt. Mittlerweile war auch das Uffangbecki in Wildberg angekommen und bereiteten sich auf ihren Wettkampf vor, der parallel zum Wettkampf der Aktiven stattfand. Aus praktischen Gründen verzichte ich auf eine chronologische Abfolge des Wettkampfs beider Riegen, der Wettkampfbericht vom Uffangbecki folgt nach dem der Aktiven. Die Aktiven waren um 09:40 Uhr als nächstes im Kugelstossen und in der Pendelstafette im Einsatz. Beim Kugelstossen gelang ihnen zwar keine Leistungsexplosion trotzdem war die Leistung in Ordnung, die Note von 8.65 bestätigt dies. In der Pendelstafette ging es dann um die Titelverteidigung, seit drei Jahren ging der Regionalmeistertitel immer nach Turbenthal, das sollte sich auch dieses Jahr nicht ändern. Sie rannten schnell und absolvierten die Pendelstafette ohne Übergabefehler. Am Ende resultierte die Note 9.80, eine starke Leistung! Im dritten Wettkampfsteil stand dann die Gerätekombination und Fachtest Unihockey auf dem Programm. Das GK-Grüppli ging die Abläufe noch einmal durch, absolvierte Trockendurchgänge und war dann bereit für den grössten Auftritt des Jahres. Ihr Programm gelang ihnen sehr gut, vor zahlreichem Publikum lieferten sie ab, die Note 8.95 war der Lohn dafür. Gleichzeitig waren die Achtergruppe im Fachtest Unihockey im Einsatz. Das Ziel war klar, um die Chance auf den Titel zu wahren musste die Note 10.00 her, die Konkurrenz vom TV Rheinau war bereit. Ihnen gelang dann ein super Wettkampf, im ersten Parcours zeigte eine Gruppe etwas Nerven, aber für die Note 10 reichte es. Im zweiten Parcours legten sie noch einen drauf, sie bewiesen ein ruhiges Händchen und sicherten sich die zweite 10. Somit sicherten sich die Note 10.00 im Fachtest Unihockey, eine tolle Leistung! Im letzten Wettkampfteil waren wir dann in drei Disziplinen am Start, Hochsprung, Steinheben und 800m-Lauf. Im 800m-Lauf, rannten elf Turnerinnen und Turner in der mittlerweile heissen Mittagssonne die drei Runden so schnell wie möglich. Sie waren froh, als sie es hinter sich hatten, und die Note von 8.07 war auch in Ordnung. Im Hochsprung erlebten sie gemischte Gefühle, den einen gelangen tolle Sprünge, während andere unter ihren Erwartungen blieben. Die Note von 8.25 ist keine Glanzleistung für die Turbenthaler. Blieb noch das Steinheben, in dieser Disziplin holten sie sich vor einem Jahr in Neftenbach den Titel. Dieses Jahr ging der Plan nicht ganz wie gewünscht auf, zwar holten die meisten die Maximalnote, jedoch nicht alle mit dem Schwersten Stein. Sie erreichten die Note 9.48, am Sonntagabend würde sich herausstellen wie viel diese Note wert war. Somit war der Wettkampf für die Aktiven zu Ende.
Auch das Uffangbecki war am frühen Samstagmorgen an der RMS im Einsatz, zeitgleich mit den Aktiven. Das Uffangbecki startete wie die Aktiven mit Schleuderball in den Wettkampf, sie rechneten sich wieder grosse Chancen auf Regionalmeistertitel aus, dementsprechend motiviert gingen sie den Wettkampf an. Ihnen gelang beim Schleuderball ein super Start in den Wettkampf, viele weite Würfe brachten ihnen die Note 10.22, eine Hammer Note! Mit diesem Flow gingen sie auch an die zweite Disziplin, der Fachtest Allround stand auf dem Programm. Diese Disziplin ist immer eine Wackelpartie, wenn sie ihr Potenzial abrufen, dann ist der Himmel das Limit, doch oft schleichen sich kleinere Fehler und Unkonzentriertheiten ein. Doch heute war ihre Leistung sehr souverän, sie kamen schnell in den Rhythmus und sammelten fleissig Punkte. Alle Gruppen wussten über beide Parcours zu überzeugen und holten die Note 9.24, welche auch schon höher ausgefallen ist, doch es ist ein toller Wert. Als nächstes stand die Pendelstafette auf dem Programm, unter vielen Sonnenstrahlen und bei warmen Temperaturen stellten sich zwölf Turnerinnen und Turner auf und absolvierten die Pendelstafette. Sie waren sehr zügig unterwegs, leisteten sich kein Übergabefehler, was ihnen die Note 9.51 brachte. Nach drei super Leistungen ging es in der heissen Mittagssonne noch zur letzten Disziplin, dem Steinheben. In der Disziplin, in der die vor einem Jahr Regionalmeister wurden, gaben sie wieder Vollgas und zeigten eine tolle Leistung, mit der Note 9.50 schlossen sie ihren Wettkampf ab. Nun war der Wettkampf vorbei, es war ein langer Morgen mit viel Sonne und sportlichen Höchstleistungen. Die Aktiven, die ihren Wettkampf kurz vor dem Uffangbecki beendeten, unterstützten das Uffangbecki beim Steinheben, bevor es geschlossen in das Festzelt ging, wo bereits kühle Getränke auf die durstigen Turner und Turnerinnen warteten. Nach einer kurzen Ansprach der Riegenleiter wurde angestossen, die Stimmung genossen und etwas zu Essen geholt. Der Nachmittag verbrachten alle auf dem Festgelände bei guter Gesellschaft und toller Stimmung. Am Abend genossen sie noch die leckere Turnerverpflegung, bevor am Abend noch feucht fröhliche Stunden auf dem Festgelände verbracht wurden.
Der Sonntag ging im gleich Stil weiter, die einen leisteten wertvolle Helferschichten, andere verfolgten die Wettkämpfe anderer Turnvereine und die meisten genossen das warme Wetter und ein kühles Getränk. Um 18:00 Uhr war es dann endlich so weit, die Rangverkündigung startete. Nach dem traditionellen Fahneneinmarsch, einer Rede vom Gesamtwettkampfleiter und dem OK-Präsidenten und dem Turnerlied ging es ans Eingemachte. Wir hatten einiges zu bejubeln. Das Uffangbecki belohnte ihren starken Wettkampf mit den Regionalmeistertiteln in der Pendelstafette, dem Schleuderball und dem Fachtest Allround, ein Titel-Hattrick! Im Steinheben klassierten sie sich auf dem 3. Rang mit der gleichen Note wie der Sieger, doch das schlechteste Einzelresultat im Vergleich zur gleichklassierten Konkurrenz verhinderte den totalen Triumph. Die sonst sehr siegesverwöhnten Aktiven konnten dieses Jahr keinen Titel bejubeln, obwohl es sehr knapp war. Im Fachtest Unihockey holten sie sich die Note 10.00, mussten dem TV Rheinau aber den Vortritt und somit den Sieg überlassen, Rang Zwei ist dennoch stark! Im Schleuderball und in der Pendelstafette wurden sie Dritte und im Steinheben Vierte. Der Verpassen eines Titel ist zwar schade, doch die Leistung wurde gebracht und die Konkurrenz war stärker, wir greifen nächstes Jahr in Weisslingen wieder an. Danach ging es um 20:00 Uhr mit dem Bus nach Turbenthal, müde, aber stolz.
Somit ist das Kapitel RMS 2026 zu Ende, wir danken dem TV Schalchen-Wildberg sowie dem ganzen OK der diesjährigen RMS für die Organisation dieses grossartigen Turnfests. Nur zu gut wissen wir, was alles dahinter steckt einen Anlass solcher Dimensionen zu stemmen. Herzliche Gratulation zu dieser grandiosen Leistung! Auch ein grosser Dank geht an alle Kampf- und Wertungsrichter sowie alle Fans die uns vor Ort unterstützt haben. Das Saisonhighlight ist zwar zu Ende doch bereits in zwei Wochen werden wir in Ebnat-Kappel am Jubiläumsturnfest am Start sein.